Immer mehr Produktwarnungen

Warum wir alarmiert sein müssen

Kontrollen sind dazu da, um uns im Alltag ein subjektives sowie objektives Gefühl der Sicherheit zu geben. Viele verlassen sich drauf, wenn große Institutionen eben Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen suggerieren. Umso mehr Unsicherheit, teilweise auch Unverständnis, kommen auf, wenn man medial immer wieder von Produktwarnungen hört sowie liest. Wenn Artikel aus dem Einzelhandel aufgrund von Warnungen entfernt werden, sollte man sich fragen, wie trotz sorgfältiger Kontrollen immer wieder Mängel am Produkt selbst auftauchen.

Automatisierte Prozesse sollen in der Regel für eine gleichbleibende Qualität sorgen und menschliches Versagen minimieren. Das Problem hierbei ist, dass die Anzahl von Produktrückrufen in den letzten Jahren drastisch zugenommen haben. Liegt es an die Qualität der Produktionsmaschinen, an den Komponenten der später betroffenen Lebensmitteln sowie Gebrauchsgegenständen oder am Sparzwang vieler produzierenden Firmen? Wo Qualität unter der zwanghaften Einhaltung wirtschaftlicher Interessen leidet, wird kaum Nachhaltigkeit das Ziel sein.

Elektronische Patientenakte

Geringes Vertrauen aus der gesellschaftlichen Mitte heraus.

Bereits vor vielen Jahren wurde die Einführung einer Art elektronischer Patientenakte diskutiert. Konkret ging es darum, Bürokratie abzubauen, Personalkosten und auch andere Ausgaben einzusparen, sowie die Verwaltung von Datensätze zu vereinfachen. Früher wurden in der Breite Karteikarten genutzt, um Daten von Patienten zu erfassen, was mühselig und aufwendig zugleich war. Dieses Modell kommt langsam aus der Mode.

Zum anderen hat eine elektronische Patientenakte den Vorteil, dass verschiedene behandelte Ärzte durch die zentralisierte Speicherung von Patienteninformationen schneller Zugriff auf Daten von früheren Behandlungsvorgängen haben. Doch eben dieser Vorgang der Datenerfassung und Speicherung bereitet zahlreichen Menschen Sorge. Die Angst, dass sensible Datensätze in die Hände von Kriminellen geraten können, erzeugt Skepsis und wenig Akzeptanz. Bis die elektronische Patientenakte flächendeckend Anerkennung findet, vergehen wohl noch viele Jahre. Bis dahin gilt es Menschen für diese Art der Datenerfassung zu sensibilisieren und Vertrauen zu schaffen.

Sicherheit in Supermärkten

Künstliche Intelligenz statt Sicherheitspersonal?

Der Fachkräftemangel hat uns alle seit Jahren fest in seinem Griff. Dennoch gibt es zumindest in einigen Bereichen es wirtschaftlichen Lebens Möglichkeiten, diesem teilweise entgegenwirken zu können. Ob diese Neuerungen nun jeder toll findet oder nicht, muss man stets für sich selbst bewerten. Gemeint ist damit der Einsatz von künstlicher Intelligenz beispielsweise im Einzelhandel. Täglich müssen Betreiber von Supermärkten wichtige Entscheidungen treffen, unter anderem wenn es darum geht, die Sicherheit der Kunden und die eigenen wirtschaftlichen Interessen im Auge zu behalten.

Das Verhindern von körperlichen Übergriffen und Ladendiebstählen, stellt dabei eine wichtige Aufgabe dar, welche Supermarktbetreiber kontinuierlich bewerkstelligen müssen. Gerade kleinere Filialen können sich das Einstellen von eigenem Sicherheitspersonal nicht leisten. Der Einsatz moderner Technologien, beispielsweise künstliche Intelligenz, könnte das Verhalten von Kunden innerhalb eines Supermarktes beobachten, analysieren und durch einprogrammierte Algorithmen mögliche Täter herausfiltern. Doch die Fehlerquote könnte anfangs hoch sein.