Fünf Euro mehr Kindergeld

Symbolpolitik statt Ursachenbekämpfung

Juchu, fünf Euro mehr Geld in der Tasche, diese eher ironisch gemeinte Aussage hören aktuell viele von uns an jeder Ecke. Tatsächlich soll das Kindergeld ab 2025 genau um diesen Betrag erhöht werden. Generell ist es eine tolle Sache, wenn Menschen monatlich mehr Geld bekommen, das Problem ist jedoch, dass dieses leider nicht die ganzen Preissteigerungen abfedern kann und Bürgergeldempfängern die fünf Euro mehr kaum zu gute kommt.

Letztgenannten wird die Erhöhung gegebenenfalls auf den Regelsatz angerechnet, somit verpufft in dem Fall diese vielleicht sogar gutgemeinte, nicht jedoch gutgemachte Maßnahme. Zum anderen sorgen die wechselhafte Inflation und ständigen Preissteigerungen für höhere Ausgaben. Familien mit Kindergeldbezug hoffen daher auf eine Ursachenbekämpfung der hohen Lebenserhaltungskosten, statt symbolisch das Kindergeld zu erhöhen. Personen ohne Kinder bringt die Erhöhung nichts, diese müssten in der Folge der Kindergelderhöhung einen Zuschuss oder dergleichen erhalten sowie ebenfalls bedacht werden.

Steht uns in vielen Regionen ein Zusammenbruch der Verwaltungen bevor?

Seit vielen Jahren wird das Thema Personalmangel breit in der Öffentlichkeit diskutiert.

Was vor Jahrzehnten mit dem demografischen Wandel begann, wurde durch einen zeitweiligen Geburtenrückgang verschärft. Gemeint ist damit das Vorhandensein von jungen Menschen sowie Fachkräften im Allgemeinen, welche heutzutage unsere Wirtschaft durch ihr berufliches Wirken stützen und gewährleisten sollen. Das Problem ist, geeignete Arbeitnehmer sind in vielen Teilen Deutschlands Mangelware, was auch die Kommunen und viele Verwaltungen sichtlich spüren.

Zahlreiche Abteilungen und Fachbereiche können nicht mehr mit dringend benötigtem Personal besetzt werden. Die Folge ist klar, einige dieser müssen sich zusammenschließen oder können für Bürger in der Region nicht mehr geöffnet werden. Das Problem ist, ohne die Gewährleistung einer funktionierten Infrastruktur, wo auch Verwaltungen mit dazugehören, droht regional ein Zusammenbruch. Der Wille, perspektivisch gesehen eigenes Verwaltungspersonal auszubilden, ist stets da. Doch woher sollen geeignete Bewerber und deren Ausbilder kommen?

Dubai Schokolade, gefährliche Challenges und Co.

So anfällig sind wir für fragwürdige Trends.

Mit dem Strom schwimmen, den neuesten Trends folgen und dadurch Anerkennung erhalten oder sich zumindest nicht ausgrenzen, das sind Aspekte, welche viele Menschen veranlassen, seltsame Dinge im Leben zu tun. Aktuell kaufen zahlreiche Menschen teure Dubai Schokolade, obwohl die Lebensmittelpreise durch die Decke schießen. Geht es uns allen doch noch zu gut? Andere wiederum führen Mutproben und gefährliche Challenges durch, beispielsweise sogenannte Würgespiele, wie sie aktuell im Internet gehyped werden.

Das Problem an solchen und vielen weiteren Trends ist es, dass offen suggeriert wird, dass eine Person nur dazugehört, wenn man mindestens einmal dies und das ausprobiert hat. Benötigen Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl solche Challenges oder Trends? Warum sind gerade junge Menschen anfällig, solchen Trends zu folgen? Sicherlich spielt auch das Elternhaus eine Rolle, neben den sozialen Medien, dies wäre ein Ansatzpunkt, dem Ganzen entgegenzuwirken.